Witterungsberichte

Klimaberichte

 
 Klimareferenzperioden
Seit Beginn des Jahres 2021 ist der Zeitraum 1991-2020 die neue WMO-Referenzperiode.
Grundlage für die Abweichung von den langjährigen  Mittelwerten und Summen der Monate und Jahre bleibt vorerst die Referenzperiode 1961-1990.
Ergänzend  wird die Abweichung von der  Referenzperiode 2002 bis 2022 aus dem Witterungsverlauf für Husum-Schobüll angegeben.

Monatswitterungsbericht Husum-Schobüll

​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​Witterungsverlauf in Husum-Schobüll für den Monat Juni 2022  
     

Mehr lesen…

Deutschland :
Sommerauftakt mit einem deutlich zu warmen, trockenen und sonnigen Juni.
Es gab auch heftige Gewitter, Starkregenfälle und Hagelschlag, vor allem in den südlichen Regionen Deutschlands, immer wieder auch mit Unwettercharakter. Die östlichen Regionen erlebten dagegen sengende Hitzetage und eine außergewöhnliche Trockenheit mit folgenschweren Waldbränden.
  Der Temperaturdurchschnitt lag im Juni 2022 mit 18,4 °C um 3,0 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Eine frische Brise gab es  an den Küsten. Sonst schaukelten die Temperaturen regelmäßig zwischen behaglicher Wärme und lästiger Hitze.
  Viel Starkregen im Süden, teils extreme Trockenheit in der Mitte und im Osten.
Im Juni fiel mit annährend 60 l/m² knapp ein Drittel weniger Niederschlag als im Mittel der Referenzperiode 1961 bis 1990 mit 85 l/m².
Niederschlagsgebiete gab es  insbesondere in den südlichen Bundesländern. Oft tobten dabei schadensreiche Gewitterzellen mit Hagelschlag, Sturm und Platzregen. Am nassesten war es mit über 200 l/m² an den Alpen.
  Mit 275 Std. überragte die Sonnenscheindauer im Juni ihr Soll von 203 Stunden (Periode 1961 bis 1990) um rund 35 Prozent.
In den östlichen Bundesländern summierte sich die Sonnenscheindauer auf zum Teil über 300 Stunden. Im äußersten Norden waren es etwa 80 Stunden weniger. 

  Quelle : Deutscher Wetterdienst (DWD) - vorläufige Auswertung- auszugsweise Abschrift

Schleswig-Holstein :
Angenehme Seewinde. Die mit einer Temperatur von 16,0 °C (15,0 °C)  kühlste und mit 250 Std. (225 Stunden)  sonnenscheinärmste Region. 60 l/m² (69 l/m²) Flächenniederschlag wurden erfasst.  

  Quelle : Deutscher Wetterdienst (DWD) - vorläufige Auswertung- auszugsweise Abschrift

Husum-Schobüll :
Die Juni-Monatsmitteltemperatur war zu warm. Es gab zu viel Niederschlag. Die Sonne schien überdurchschnittlich.
Der Juni 2022 war wechselhaft, kühl, warm und am Ende dann sommerlich. Um den 18. Juni gab es eine europaweite Hitzewelle, Schleswig-Holstein ausgenommen. Die anschließende Abkühlung erfolgte dann mit Gewittern und örtlichen Starkniederschlägen bis in unseren Raum.
Gewitter    = 4
Nebeltage = 0

Monatsmitteltemperatur            15.7 °C
Referenzperiode 1961-1990     +1.2 K
Referenzperiode 2002-2022     +0,1 K

Die Monatshöchsttemperatur von 29.9 °C wurde am 24. des Monats gemessen.
Die Monatstiefsttemperatur erreichte  4.8 °C am 04. Juni.
Die niedrigste Erdbodentemperatur von 1.7 °C wurde am 04.06. gemessen.
Frosttage = 0
Bodenfrosttage = 0
Eistage = 0
Reifglätte = 0
Eisglätte = 0
Glatteis = 0
Sommertage (>= 25 °C)  = 5
Heiße Tage  ( >= 30 °C)  = 0
Tropennächte = 0
 
Sonne 

Monatssumme                   250 Std. 
Refernezperiode 1961-1990     119 %
Referenzperiode 2002-2022     104 %

heitere Tage (Tagesdurchs. der Bewölkung <1,6/8) = 3
trübe Tage (Tagesdurchs. >6,4/8) = 6

Niederschlag

Monatssumme                                100.8 l/m²  (00-24 MEZ)
Referenzperiode 1961-1990           148 %
Referenzperiode 2002-2022           134 %

Den höchsten Tagesniederschlag gab es am 27. Juni mit 26.4 mm. ( 00-24 MEZ ).
Es gab an 12 Tagen messbaren Niederschlag von mind. >= 0.1 mm,
eingeschlossen abgesetzte Niederschläge.
Schnee = 0
Schneeregen = 0
Graupel/Schneegriesel = 0
Hagel = 0
Tau  = 3
Reif = 0
 
Schnee
  -

Höchste Windgeschwindigkeit
Die höchste Windgeschwindigkeit des Monats wurde am 07. mit 48.2 km/h gemessen. 
Es gab weder starken noch stürmischen Wind (Windstärke 6 bzw. 8).

( ab 20. April 2022 wieder Ersatzwindmessung )


©   www.schobuell-wetter.de

Weniger…

Nordseeküstenbericht

Witterungsbericht Nordseeküstengebiete Juni 2022​​​​

Mehr lesen…

Der Juni fiel wärmer aus als im Mittel 1961-1990. Bei einer meist positiven Sonnenscheinbilanz war es insbesondere an der Ostseeküste teils deutlich zu trocken. Der Monat begann sehr kühl. Gebietsweise stiegen die Tageshöchstwerte nicht über die 15-Grad-Marke. Ab dem 23. Juni wurde dagegen häufig mehr als 25 °C (Grad Celsius), mancherorts sogar mehr als 30 °C gemessen. Die Niederschläge standen im Juni teilweise in Verbindung mit Unwettern. So zum Beispiel am 6. Juni, als am Rande eines Tiefs über der südöstlichen Nordsee von Südwesten her feucht-labile Luft nach Nordostdeutschland gelangte. Unwetter gab es auch in der letzten Juniwoche, unter anderem im Bereich einer Luftmassengrenze, die feucht-warme Luft im Westen von trocken-heißer Luft im Osten trennte.

 Die vergleichenden Angaben im Text beziehen sich auf die international gültige Referenzperiode 1961-1990

Nordsee

Die Monatsmitteltemperaturen bewegten sich zwischen 15 und 17 °C und lagen somit um 1 bis 2 K (Kelvin) über dem vieljährigen Mittel. Im Juni wurden bis zu 5 Sommertage (Maximum der Lufttemperatur von 25 °C und mehr) registriert. Damit gab es bis zu 3 Sommertage mehr als im Durchschnitt.
  Verbreitet fiel zwischen 50 und 90 mm (Millimeter) Niederschlag. An der südlichen Nordseeküste wurden örtlich Defizite von etwa 25 % (Prozent) der Mittel registriert. In Nordfriesland gab es dagegen Überschüsse von bis zu 55 % der Mittel. Zu den Tagen mit teils ergiebigen Niederschlägen zählen der 5., 6., 8. und der 26. Juni. Gebietsweise lagen die Tagesniederschläge zwischen 10 und 20 mm. Am 26. Juni gingen örtlich sogar über 30 mm nieder.
  Mit einer Sonnenscheindauer von 225 bis 300 Stunden wurden die Sollwerte verbreitet um bis zu 35 % überschritten.
Kräftiger Wind mit stürmischen Böen der Stärke 8 bis 9 Bft (Beaufort) wehte am 6. und 7. Juni, als ein Tief von Benelux über die Nordsee zum Skagerrak zog.

Datenbasis : Deutscher Wetterdienst
auszugsweise Abschrift - Text nicht verändert - Aktualisierung jeweils ab 05. d. Folgemonats

 

Weniger…

Jahresbericht

Witterungsbericht 2021 für Husum-Schobüll

Mehr lesen…


Deutschland :
Ein durchschnittliches Wetterjahr - aber mit extremen Dauer- und Starkregen im Juli.
Das Wetterjahr 2021 war in Deutschland insgesamt recht durchschnittlich, brachte aber auch außergewöhnliche Wetterextreme mit katastrophalen Folgen.
2021 war das Jahr der schlimmsten Flutkatastrophe seit Jahrzehnten - ausgelöst durch großflächigen Dauerregen und Starkniederschläge.
Es war das elfte zu warme Jahr in Folge.
Nach strengen Weihnachtsfrösten im Norden verabschiedete sich das Jahr mit teils frühlingshaften Temperaturen.
Die Durchschnittstemperatur lag im Jahr 2021 mit 9,1 Grad Celsius (°C) um 0,9 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990.
Große Temperaturgegensätze prägten die ersten Monate des Jahres.
Der Juni wurde der Drittwärmste nach 2019 und 2003.
Nach trockenen Vorjahren nun mit ausgeglichenem Flächenniederschlag.
Es fielen rund 805 Liter pro Quadratmeter (l/m²). Das entspricht in etwa dem Mittel  der Referenzperiode 1961 bis 1990 (789 l/m²).
Im Februar brachte eine Luftmassengrenze heftige Schneefälle in der Mitte des Landes..
Historische Regenfälle verursachten Mitte Juli in der Eifel eine katastrophale Flut.
Mit 1650 Stunden übertraf die Sonnenscheindauer ihr Jahres-Soll von 1544 Stunden (Periode 1961 bis 1990) um rund 7 Prozent.
Besonders im Süden und Südwesten des Landes sehr sonnig.

Quelle : Deutscher Wetterdienst (DWD)

Schleswig-Holstein :
2021 ergab eine Jahresmitteltemperatur von 9,5 °C (8,3 °C), 750 l/m² (788 l/m²) und 1570 Stunden (1567 Stunden) Sonnenschein. Am 21.1. traten im sturmerprobten Norden teilweise Orkanböen auf. Am Leuchtturm Kiel konnten sogar 125 km/h festgehalten werden. Im Februar verursachte der Lake-Effect, bei dem kalte Luft über die vergleichsweise warme Ostsee streicht, mit wiederkehrenden Schauerstraßen im nordöstlichen Teil Holsteins innerhalb von Stunden große Schneemengen. Dabei meldete am 10.2. Oldenburg 31 cm Neuschnee. Auf einen sehr frostreichen April und einen ungewöhnlich warmen Juni folgten am 29.9. ein Tornado an der Kieler Förde. Nach einem stürmischen Start in den Dezember präsentierte sich das Weihnachtsfest eisig-kalt und sonnig.

Quelle : Deutscher Wetterdienst (DWD)

Husum-Schobüll :
-  2021  Jahresmitteltemperatur  19.3 °C.
- Jahressumme Niederschlag 847 mm.
Die höchste Tagessumme 28,8 mm ( 00-24 MEZ ) wurde am 30.09. gemessen.
- 1639 Stunden Sonnenschein wurden ermittelt.
Es gab an 27 Tagen eine  Schneedecke,  keine Tropennächte.
- Der Vegetationsbeginn (Grünlandtemperatur) am 28.03.2021.

Januar :
Die Januar-Monatsmitteltemperatur war zu warm. Der Niederschlag lag knapp über dem langjährigen Durchschnitt.
Der Sonnenschein lag fast im Normalbereich.
29.01.2021 : Der Ausläufer eines von der Nordsee nach Ostdeutschland ziehenden Tiefs sorgt für Schneefälle.
Nachdem die Kaltluft immer mal wieder im Januar versuchte sich hier festzusetzen, gelang es schlieslich zum Ende des Monats.

Februar :
Die Februar-Monatsmitteltemperatur war etwas zu warm. Es gab zu wenig Niederschlag.    
Die Sonne schien überdurchschnittlich.
Die erste Monatshälfte war winterlich geprägt mit Sonnenschein und auch Tagen mit Dauerfrost.
Mit der Erwärmung ab Mitte des Monats gab es dann zeitweise leichten bis mäßigen Nebel.

März :
Die März-Monatsmitteltemperatur war etwas zu warm. Es gab zu viel Niederschlag.    
Die Sonne schien etwas über dem Durchschnitt.
Anfangs kühl, eher  Aprilwetter, zum Monatsende dann ein Hauch von Frühling.
Das Sturmfeld eines Sturmtiefs (Klaus) bei Schottland, das weiter zur Norwegischen See zog
beeinflusste unseren Raum am 11. März.

April :
Die April-Monatsmitteltemperatur war zu kalt. Es gab zu wenig Niederschlag.    
Die Sonnenscheindauer war überdurchschnittlich.
Bis auf 4 Tage war der gesamte Monat April zu kalt.
Der kälteste April in Schobüll seit  Aufzeichnungsbeginn.
Die erste Hälfte des Monats war typisches Aprilwetter mit Graupel/Schnee und Regenschauern,
mit kurzzeitiger Bildung einer Schnee/Graupeldecke, überwiegend in Form von Flecken oder Resten.
Die 2. Hälfte des Monats lag überwiegend im Einfluss von Hochdruckgebieten mit kühlen und sonnigen Abschnitten.

Mai :
Die Mai-Monatsmitteltemperatur war zu kalt. Es gab zu viel Niederschlag.
Die Sonne schien unterdurchschnittlich.
Kurzes warmes Intermezzo am 09. und 10. des Monats und ein versöhnlicher Übergang zum Sommer
am letzten Tag des Monats Mai 2021.
Überwiegend unbeständige Tiefdrucklage.
 Mehrere Tiefs, kleinräumig oder als Sturmtief (Eugen, Marco) zogen von der Nordsee nach Jütland und beeinflussten unseren Raum,
teilweise langsame Verlagerungsgeschwindigkeit und die Nähe zum Tiefkern sorgte immer wieder für z.T. reichlich Niederschläge.
Sturmtief Marco beeinflusste unseren Raum 4 Tage lang.
Gewitter/Ferngewitter waren überwiegend auf der Nordsee oder NE vom Standort zu beobachten.
 
Juni :
Die Juni-Monatsmitteltemperatur war zu warm. Es gab zu wenig Niederschlag.    
Die Sonnenscheindauer entsprach etwa dem langjährigen Durchschnitt.
Der Juni wurde bestimmt von mäßig warmen, schwülen und vereinzelt heißen Tagen.
In Schobüll, trotz einiger Tiefs mit wechselhaften Wetterabschnitten und leichten Gewittern/Ferngewittern
keine nennenswerten Niederschläge. Am 29./30. Juni erreichte nach mehreren  Anläufen eine feuchtwarme und zu Gewittern neigende Luftmasse
aus dem südlichen Bundesgebiet auch unseren Raum. Unter den Auswirkungen - Gewitter und Starkniederschläge -
hatten überwiegend die südlichen Landesteile und die Halbinsel Eiderstedt mit z.T. über 80 mm in 24 Stunden und Überschwemmungen zu leiden.

Juli :
Die Juli-Monatsmitteltemperatur war zu warm. Es gab zu wenig Niederschlag.
Die Sonnenscheindauer entsprach etwa dem langjährigen Durchschnitt.
Leicht wechselhafte Witterung, nur vorübergehend beständig.
Schauer und Gewitter erreichten Schobüll oftmals nur in abgeschwächter Form oder gar nicht.
z. B. am 09. Juli eine Gewitterlinie am Geestrand von ca. Neumünster bis Dänemark.

August :
Die August-Monatsmitteltemperatur war etwas zu warm. Insgesamt aber ein kühler Sommermonat.
Es gab zu wenig Niederschlag. Die Sonnenscheinsumme war zu gering.
Nur langsam ziehende Tiefdruckgebiete gestalteten das Wetter wechselhaft mit  z.T. auch kurzen starken Niederschlägen.

September :
Die September-Monatsmitteltemperatur war zu warm. Es gab zu wenig Niederschlag. Die Sonne schien unterdurchschnittlich.
Am 23.09. und am 30.09. Sturmlage.

Oktober :
Die Oktober-Monatsmitteltemperatur war zu warm. Es gab zu viel Niederschlag. Die Sonne schien überdurchschnittlich.
Es gab den ersten Boden- und Luftfrost im Oktober.
Die Sturmtiefs  Hendrik und Ignatz  richteten in unserem Raum nur geringe Schäden an.
Als Begleiterscheinung gab es auch leichte Sturmfluten.
 
November :
Die November-Monatsmitteltemperatur war zu warm. Es gab etwas zu wenig Niederschlag.
Die Sonne schien unterdurchschnittlich.
Ein durchweg milder trüber November mit zeitweiligem Nieselregen, erst zum Monatsende Abkühlung mit Frost.

Dezember :
Die Dezember-Monatsmitteltemperatur war zu warm. Es gab zu viel Niederschlag.
Die Sonne schien überdurchschnittlich.
Die ersten Dezembertage gestaltete Sturmtief Daniel wechselhaft mit Regen,  Schneeregen,
stürmischem Wind und kurzzeitiger dünner Schneedecke.
Danach ging es nass mit Nieselregen, Nebel relativ mild weiter.
Die 3. Dekade des Monats war überwiegend winterlich, Minusgrade , Schnee, Reif, überfrierende Nässe und Glatteisregen
sorgten für Vorsicht auf den Straßen.
Nach 2 Sonnenschein reichen Weihnachtsfeiertagen setzte sich eine extrem milde Luftmasse zum Jahreswechsel durch.

  weitere Informationen in Form von Grafiken und Tabellen
  zu den einzelnen Monatsberichten

  ©  www.schobuell-wetter.de

Weniger…
Monatsdifferenzen Monatsdifferenzen
Regen

Monatssummen

Regen

Tag Max Monat

Verdunstung Klimatische Wasserbilanz
Nach oben